DM-Finale 2021 vom MSC Freier Grund, Neunkirchen

Es bleibt einfach ein kurioses Jahr – wenngleich wir dennoch auf eine komplette und tolle Saison zurückblicken können.

Aber der Reihe nach: Die Wetteraussichten (in der App) haben sich täglich verbessert, und am Anreisetag am Freitag stand schon mal gutes Wetter für den ersten Wettkampftag fest – und auch am Sonntag hat es nicht wirklich geregnet, im Norden nennen wir diesen Feuchtigkeitsgrad „Gischt“.

Als ich am späten Freitagnachmittag durch Neunkirchen fuhr, war ich ein wenig verwundert dass die „Rathausplatzsektion“ zu diesem Zeitpunkt erst aufgebaut wurde – im Fahrerlager habe ich dann erfahren dass diese gerade ab- nicht aufgebaut wurde – ferner dass Führerschein, Zulassung, Kennzeichen und „Hupe“ nicht benötigt werden. So richtig „geschaltet“ hatte ich aber immer noch nicht. Ich dachte „geschlossener Kurs“ bedeutet, dass die Zwischenstrecke/Rundkurs eben nicht auf öffentlichen Wegen stattfindet und anders verläuft. Auch gut – Hauptsache der tolle Rundkurs, die Waldsektionen und andere Sektionsplätze finden statt – denn das ist ja das ganz besondere in Neunkirchen. Sowie eben auch die Sektion im Ort und dass ein paar Sektionen direkt am Fahrerlager sind. Aus den „paar Sektionen am Fahrerlager“ sind dann ganze 9 geworden. Warum? Weil die Genehmigung für den Rundkurs nicht rechtzeitig erteilt wurde. Somit mussten am Freitag zu den geplanten 2 Sektionen noch 7 weitere auf dem Gelände der PWS-Offroad geschaffen werden. Natürlich kein wirklicher Ersatz für die Außensektionen, aber eine wirklich tolle Leistung des Veranstalters und allen Helfern! Und vor allem allemal besser als direkt und ohne Trial wieder nach Hause zu fahren. Aber, und das bleibt dann auch der einzige, kleine Kritikpunkt, wäre es schön gewesen ein paar Sektionen für den Sonntag abzuändern und ein wenig umzustecken (es gab nur an ein paar Sektionen neue Stichbänder und Tore). Natürlich hatte alles einen gewissen Arenatrial-Charakter, was nicht zuletzt an den vielen großen „Legosteinen“ als Sektionsmaterial lag. Dennoch gab es gut zur Hälfte Sektionen mit Wasser (gibt es eigentlich Fotos von Jan Peters „Tauchgang“?), Baumstämmen, Natursteinen und Hügeln. Für die Zuschauer war dies natürlich perfekt, und auch als Minder hat man (eigentlich) das Motorrad nicht wirklich gebraucht. Und da die Klasse 1 ja immer relativ geschlossen fährt, konnten die Zuschauer immer von Sektion zu Sektion „mitziehen“. Und genau das hat sich noch einen Tick mehr gelohnt als ohnehin schon immer. Georg Hippel hat für diese Veranstaltung den aktuellen WM-Fünftplazierten, Miquel Gelabert Roura, als Gaststarter „mitgebracht“. Am ersten Tag hat eine 5 von Miquel (siehe VIDEO von Klaus Arnold – Minute 8:55, gut gesehen von Ulli Reumschüssel als „Observer“) es sehr spannend gemacht, somit hatte nach Runde 1 sogar Paul Reumschüssel (hier gibt es ausdrücklich keinen kausalen Zusammenhang!!!) die Nase vor dem Spanier und Franz Kadlec. Da Gelabert aber in Runde 2 und 3 keinen Fuß mehr gemacht hatte, konnte er sich am Ende von Tag 1 knapp vor Franz und Paul platzieren. An Tag 2 war es dann aber recht eindeutig – in Runde 3 war es nass(er) geworden, und die Sektion 3 war dann der Knackpunkt. Natürlich hat am Ende der Meisterschaft Franz Kadlec locker den Titel eingefahren. Vizemeister ist Joschka Kraft vor Paul Reumschüssel geworden. Richtig gut hat in Neunkirchen am 2. Tag auch Jonathan Heidel in den Rasten gestanden, er konnte sich sogar mit einem Punkt weniger am neuen Vizemeister vorbeischieben. Erwähnenswert finde ich auch die Leistung von Jonas Schiele und Rodney Bereiter. Beide haben eine extrem saubere Saison in Klasse 1 hingelegt, und es sieht schon verdammt gut aus – für 2022 dürfen wir hier sehr gespannt sein! „Gelb-Oldie“ Jan Peters hatte an diesem Wochenende nicht seine Lieblingssektionen vorgefunden, und ein wenig mit sich gehadert – was aber seiner guten Laune nicht wirklich gefährlich werden konnte. Wie auch nicht der Sprung ins Wasser, weil er einen Tick zu kurz gesprungen war. Aber sicher ein gutes „Herantasten“ an das Gefühl welches er beim bevorstehende Scott Trial häufiger haben wird…

Bei den Damen ist Sarah Bauer wieder „voll zurück“, und in 2022 wird der Titel nur über sie gehen. Für 2021 hat ihn sich aber völlig zu Recht Jule Steinert gesichert und verdient eingefahren. Auch hier wird es im nächsten Jahr spannend werden, denn die Formkurven von Sophia ter Jung und Vivian Wachs zeigen eindeutig nach oben…(darf man(n) das so schreiben ohne missverstanden zu werden…?! 😉

In der Klasse 2 hat sich Nils Schwabedissen klar als Meister für den Aufstieg in die Klasse 1 „beworben“, wenngleich ihm die beiden „Ex-Gelben“ Henrik Waldi und Philipp Mackroth das siegen nicht leicht gemacht haben. Und auch Cuba Smith hat mit Platz 2 am Sonntag gezeigt dass er seinem Bruder Jarmil bald in die gelbe Spur folgen kann.

In Klasse 3 war es der „Kampf der Generationen“ – wenngleich Markus Kipp in Lebach ja nicht dabei war, und dadurch den Titel nicht sichern konnte. Dieser ging an Finn Schnur, und er wird es sicher als Motivation sehen in 2022 in der weißen Spur zu fahren. Unterm Strich sind hier viele junge Talente am Start, und die Klasse 2 (und später 1) braucht ja auch immer Nachwuchs – das Potential ist da. Weitere werden aus der JDM kommen – hier ist der Endlauf eine Woche später in Osnabrück am Piesberg.

Ganz wichtig noch: Gute Besserung an Tobias Hafemann (Klasse 3), der in Sektion 7 nach einem Sturz eine schwere Verletzung am Oberschenkel erlitten hat – zum Glück waren die Sanitäter schnell an der Sektion.

In der Klasse 4 hat sich der Dreikampf zwischen Armin Prutscher, Alois Thoma und Mathias Schulz bis in die letzte Sektion gezogen. Leider haben 2 „Fünfer“ am ersten Tag Armin mit Platz 6 praktisch schon aus dem Titelkampf gezogen – dafür hat er es am Sonntag nochmal allen gezeigt und gewonnen – sowie am Vortag Sascha Hanning als „Noch-Meister“. Zwischen Alois und „Matten“ hätte es nicht knapper ausgehen können. Alois ist als Führender angereist, und musste sich an beiden Tagen jeweils punktgleich Mathias (der wohl einen sensationellen Minder hatte) gegenüber geschlagen geben – die Nuller haben an beiden Tagen den Ausschlag gegeben, und somit wurde Mathias Schulz Deutscher Trial Senioren Meister 2021.

Etwas verwundert waren alle über die Punkte in der Klasse 5 – hier lag an beiden Tagen der Sieger im Punktebereich des Letztplazierten in der Seniorenklasse (gleiche Spuren)- und das bei einem „Arena-Trial“?! Formulieren wir es mal positiv: das Niveau in der „Pharma-Klasse“ ist einfach gigantisch hoch!

Fazit: Wir hatten einen tollen DM-Abschluss, und generell eine tolle Saison – trotz aller Umstände. Die gesamte Saison war mit „Demut“ und Freude versehen, und die Vorfreude auf 2022 ist groß. Einige werden dann leider fehlen und nicht mehr an den Start gehen, und neue Fahrer und Fahrerinnen werden dazukommen.

DANKE an alle Veranstalter, Helfer (vor allem die im Hintergrund) und Punktrichter – ohne euch könnten wir den Sport nicht ausüben.

Ergebnisse 1. Tag: https://bit.ly/2YfykPk

Ergebnisse 2. Tag: https://bit.ly/2ZJBifN

Fotostrecke vom Max Steinbach: https://bit.ly/3Feh8uI

Endstände DM 2021

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